Papierplastik: Zweidimensional/Dreidimensional

pla art

Herantasten

Zu Beginn meiner Papierarbeit habe ich das Papier etwas zerknüllt und mir angeschaut, was sich durch Verändern der Licht- und Schattenverhältnisse mit der Form machen lässt. Wie man in Abbildung 1 erkennen kann, weist die Papierskulptur kaum Besonderheiten auf.

Beim näheren Betrachten ist mir dann doch etwas Interessantes aufgefallen. Ich erahnte etwas wie einen Eingang oder eine Höhle (rechts unten), die in die Skulptur hinein zuführen schien. Ich entschied mich folglich näher darauf einzugehen.

pla

 (Abb.1 Erste Form der Skulptur)

 

 

Ausbau der Öffnung

Wie man auf Abbildung 2 gut erkennen kann, habe ich mich dann auf den Durchgang durch die Skulptur konzentriert. Ziemlich schnell merkte ich, dass die Blickführung mir nicht gefiel. Als Betrachter fixiert man zwar sofort den „Skulptureingang“, jedoch ist man so auch sehr schnell am Ziel angekommen.

Dennoch hat mir der Übergang vom stark Zerknitterten zu den geraden Formen gefallen, den ich mir im Hinterkopf behalten wollte (von links nach rechts).

pla2 

(Abb.2 Zweite Form der Skulptur „vorne“)

  

Auf Abbildung 3 kann man die Rückseite der Skulptur in der Seitenansicht sehen. Der Schwerpunkt liegt wieder auf der Öffnung ins Innere der Skulptur (rechts oben), während der Rest kaum Details aufweist. Ich wollte, dass die Öffnung unauffälliger in den Vordergrund tritt. Sie sollte also nicht direkt im Mittelpunkt der Skulptur liegen. Des Weiteren erschien die Skulptur noch sehr flach und großflächig. In den Abbildungen 2 und 3 entsteht also fast gar keine Spannung, da die Skulptur solide auf dem Untergrund aufliegt und sich nach oben hin kaum in der Form verändert.

pla3

(Abb.3 Zweite Form der Skulptur „hinten“)

 

Mehr Details

In diesem Schritt wollte ich die Skulptur leichter wirken lassen und mich etwas von dem Großflächigen entfernen. Also hab ich der vorherigen Form das stabile Standbein genommen. Die Skulptur wirkt dadurch bewegter und dynamischer. Die Übergänge von Zerknittert zu geraden Flächen (von der Öffnung nach links führend) habe ich beibehalten. Auch über der Öffnung selbst sind gerade Flächen vorzufinden. Ich habe das Papier so gefaltet, dass das Verhältnis von feinen Knicken zu geraden Flächen ausgeglichen ist.

Abbildungen 4-7 stellen die finale Form meiner Papierarbeit dar.

pla4

(Abb.4 Finale Form der Skulptur „vorne“)

 

Ausarbeitung der allseitigen Bewegung

Auf Abbildung 5 sieht man die Skulptur von der Rückseite und auf dem Kopf stehend. Man erkennt, wohin die Öffnung der Vorderseite führt. Während sich die Vorderseite nach innen krümmt, scheint sich die Rückseite nach außen zu kehren.

pla6

(Abb.5 Finale Form „Rückseite“)

 

Nimmt man, von Abbildung 5 ausgehend, die Skulptur an der rechten Seite und stellt sie auf, so entsteht das Bild von Abbildung 6. Man erkennt das oben auch noch eine Öffnung ist und dass in sie das Licht eindringen kann, bis es dann am unteren Ende der Skulptur wieder heraus kommt.

pla7(Abb.6 Finale Form)



Kommentare sind geschlossen.