KÜNSTLERBERICHT: Jeff Koons

Über Jeff Koons

Der US-amerikanische Künstler Jeff Koons wurde am 21. Januar 1955 in York, Pennsylvania geboren und zählt zu den wichtigsten und erfolgreichsten zeitgenössischen Künstlern der Welt. Seine Werke zeichnen sich vor allem durch hemmungslosen Gebrauch von Kitsch aus, wobei ästhetischen Nährwerte jedoch nicht vernachlässigt werden.

Buster Keaton

Im Rahmen seiner Serie „Banality“ entwickelte Koons eine Nachbildung des Komikers Buster Keaton. Der hölzerne Stummfilmstar posiert, mit einem kitschig Vogel auf der Schulter sitzend, auf einem winzigen Pferd. Die Proportionen der drei sind generell sehr verzerrt. Als stammten sie aus einem Comic. Wegen der annähernd stimmenden Lebensgröße bekommt man trotzdem den Eindruck, dass die Figuren real sein könnten. Reale Komponenten werden in der Gestaltung gekonnt mit unrealen vermischt. Das Werk vereint sowohl Heiterkeit als auch Ernsthaftigkeit. Der ernste Ausdruck Keatons ist beispielsweise untypisch für einen Komiker. Auch der fröhlich wirkende Vogel sticht im Vergleich zur restlichen Stimmung der Plastik sehr heraus. Ein Markenzeichen von Jeff Koons ist die Bezugnahme auf alte Bilder der Kunstgeschichte. Dieses Werk nimmt Bezug auf das bekannte Motiv von Jesus auf dem Palmesel, was nochmals verstärkt zur Tragikomik beiträgt.

Balloon Dog

Koons Serie mit dem Titel „Celebration“ zeichnet sich vor allem durch den glänzenden Chromstahl aus, der bei den Plastiken Verwendung findet. Die Oberflächen sind stark spiegelnd, sodass der Betrachter sowohl sich als auch den umliegenden Raum in der Figur wieder findet. Die Farben sind sehr grell und vermitteln einen fröhlichen Eindruck. Der „Balloon Dog“ sieht aus wie ein Hund, der aus Luftballons gefertigt wurde. Das Besondere an dieser Skulptur ist das Wechselspiel wenn es an die Einschätzung des Gewichts geht. Mit Luftballons bringt man eigentlich Leichtigkeit in Verbindung. Gleichzeitig ist die Skulptur aber sehr groß und vermittelt gewisser Maßen einen schweren und monumentalen Eindruck.