Joseph Musical Teil 2

Beschreibung des Musicals

Handlung

Wie in der Einleitung angekündigt werde ich im Folgenden die Geschichte des Musicals wiedergeben.

Vor einem Kinderchor berichtet die Erzählerin von der alten Geschichte aus Kanaan, die in einem riesigen Bilderrahmen zum Leben erweckt und aus der Sicht der Kinderaugen auf die Bühne gebracht wird:

Josepf ist der Lieblingssohn unter den 12 Söhnen des Israeliten Jakobs. Er bekommt einen teuren und farbenfreudigen Mantel von seinem Vater geschenkt. Die anderen 11 Brüder, als Mafiosis dargestellt, sind neidisch auf Josef und als dieser von seinen Träumen berichtet, in denen ganz offensichtlich die Brüder ihm untergeordnet sind. Die Mafioso-Brüder schmieden einen Plan, wie sie ihren Strahlemann-Bruder loswerden. Josef wird an Handelsleute, die nach Ägypten ziehen, verkauft. In Ägypten wird er weiterverkauft an den reichen Potiphar. Dieser bemerkt Josef durch seine gute Arbeit und macht ihn zu seiner rechten Hand. Potiphars aber ist für ihre verführerischen Aktivitäten bekannt und versucht auch Josef in ihren Bann zu ziehen. Die erotisch dargestellte Frau verführt in einer humorvoll choreographierten Szene schamlos und werden dabei von Potiphar erwischt. Es mit ist mit der weiteren Karriere im Potiphars Haushalt für Josef erledigt und es droht lebenslanger Knast (mit dem einzigen wirklich ergreifendem Song der Show “Schließt jede Tür”). Doch durch erfolgreiches Traumdeuten kommt Josef ganz groß raus. Er berät “King” Pharao wirtschaftsökonomisch über 7 Jahre Hungersnot und wird Wirtschaftsminister. In Isreal bricht eine Hungersnot aus und die Mafioso-Brüder machen sich auf den Weg nach Ägypten. Als sie nun unahnend vor, ihrem Bruder, dem Wirtschaftsminister Ägyptens, stehen, erkennt Josef sie wieder. Josef, der immer noch unerkannt blieb, wollte seine Brüder prüfen.

Die Brüder haben die im “Wer hat den Kelch geklaut”-Test dann doch noch zufriedenstellend bestanden. Josef gibt sich nun zu erkennen und der Vater Jakob zieht seinen Söhnen nach. Die Familie ist wieder vereint und von allem Unglück befreit.

Künstlerische Gestaltung

Die Lieder des Musicals erinnern an bekannte Parodien verschiedenster Musiktitel.

So klingt der Titel Benjamin Calypso stark nach Harry Belafonte; Pharao sieht ElvesPresley nicht nur frappierend ähnlich, sondern singt auch seinen Song of the King in dessen Stil; One More Angel in Heaven ist eine typische Country-Ballade, Those Canaan Days eingesungener Chason und The Brothers Come To Egypt ein Cha-Cha-Cha, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Texte sind erzählen die Geschichte und sind mit ranantem Wortwitz, vielen neuzeitlichen Bezügen und Reimbildungen geschrieben. Es ist ein sehr farbenprächtiges und abwechslungsreiches Stück.

Alles in allem ist es sehr empfehlenswert.